Ich sehe was, was du nicht siehst – Die Crux mit der Reichweite

Keine Angst, das wird hier definitiv nicht der drölfzigste Post zum Thema ‚Hallo? Seht ihr mich noch? Dann lasst doch mal einen lieben Kommentar da!‘. Kotz. Dieses Reichweiten-Mimimi nervt.

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Sie ist in aller Munde, die liebe Reichweite. Nähende Frauen ärgern sich, weil ihre Beiträge nicht gesehen werden. Oder weil ihre Beiträge zwar gesehen werden, aber kaum jemand darauf reagiert. Und ja, ich gebe es zu, auch ich bin manchmal enttäuscht, wenn ich ein Teil nähe, das mir super gut gefällt. Wenn ich mir Mühe gebe schöne Bilder zu machen und dann irgendwie drei Likes von wohlwollenden Kolleginnen in den Gruppen bei rumkommen. Ja, auch ich habe mich schon gefragt ob das den Aufwand rechtfertigt. Aber hey, ich heule nicht auf meiner Seite rum. Und wenn ich mal rumheule, dann mache ich das, weil es mich gerade in dem Moment wirklich traurig macht. Nicht als ‚fishing for compliments‘.

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Am Anfang war das Reichweiten-Mimimi. Als sich das tot gelaufen hatte kam ein neuer Trend. Stichwort Bodyshaming. Versteht mich nicht falsch, auch ich habe mich schon umfangreich darüber ausgelassen, wie unmöglich ich es finde, wenn andere Leute über meine Figur urteilen. Dazu stehe ich nach wie vor. Bodyshaming ist übel, es ist wichtig sich dagegen stark zu machen. Aber irgendwie beschleicht mich in letzter Zeit das Gefühl, dass viele Seitenbetreiber damit ein bisschen Bauernfängerei betreiben. Und ich bin der Bauer, der damit auf die Seite gelockt werden soll. Man fühlt sich ein bisschen so, als würde man hier für dumm verkauft werden. Geht es euch nicht auch so?

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Die andere Fraktion versucht es über Humor. Es gibt großartige Seiten, wo ich mich bei jedem Post wirklich beömmeln kann und mich schon freue, wenn wieder etwas kommt. Ladi Romi zum Beispiel. Reaktionen und Followerzahl sprechen eine eindeutige Sprache. Chapeau, das ist witzig und authentisch. Aber auch hier gibt es schon wieder Mitläufer, die hundert Jahre alte Witze verbraten oder, noch besser, Content von großen Betreibern wie Viral Thread etc. teilen, um Leute auf ihre Seite zu bekommen. Finde nur ich das seltsam? Ich folge einer NÄHseite eigentlich um GeNÄHtes zu sehen, nicht irgendwelche Quatschvideos mit Kätzchen oder DIY-Clips, in denen T-Shirts und eine Heißklebepistole die Hauptrolle spielen.

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Wer nicht witzig ist und rumheulen doof findet, der zeigt neuerdings Gemüse oder seine Apfelbäckchen. Ich finde es ab und an ganz nett, mal einen Blick hinter die Kulissen einer Seite zu erhaschen. Da gehört vielleicht auch ein hübscher Teller oder die Ausbeute der ersten Gartenernte dazu. Aber ich bin kein Koch und kein Botaniker. Und ich möchte nicht beim Öffnen von Facebook ausschließlich Melonen und Tomaten sehen. Wenn ich das möchte gehe ich in den Supermarkt oder mache den Kühlschrank auf.

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Was ich noch viel befremdlicher finde ist es, auf meiner Timeline von fremden Hinterteilen angesprungen zu werden. Seien sie auch noch so sehenswert. Eine liebe Nähkollegin hat es kürzlich, sicherlich ein wenig überspitzt, Reichweitenpornografie genannt. Der erste Post mit einem Outtake (!!!) von einem vom Winde verwehten Rock mit einem dezenten Poblitzer mag ja noch witzig gewesen sein. Auch finde ich es wichtig genähte Unterwäsche und Bademode an der Person zu sehen. Stichwort Passform. Aber warum bitte zeigt neuerdings jeder mit Absicht der Welt sein Heck? Nein Moment, ich weiß warum. Die Reichweite scheint hier so gut zu sein, dass jetzt auch Ersteller damit Werbung machen. Ich betreibe kein Business, aber wenn ich mir überlege ich hätte eine Firma und ich verkaufe Schnittmuster, es wäre mir ehrlich gesagt peinlich so offensichtlich mit fremden Körperteilen Werbung zu machen. Wie auch immer, ganz viele Leute finden das ja gut, oder halt auch nicht, und fühlen sich in jedem Fall bemüßigt auf der Seite ihren Senf abzugeben. Super, Mission accomplished. Aber was dann? Wenn du dich also mit dem Gedanken trägst deiner Reichweite einen Kick zu verpassen und beim nächsten Shooting deine Apfelbäckchen in die Kamera zu halten, denk mal weiter. Was willst du uns denn im nächsten Post zeigen? Melonen? Zucchinis?!? Hähem… Ich will an der Stelle nicht weiterdenken.

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Leute, klar ist es schwieriger geworden als noch vor ein paar Jahren gesehen zu werden. Als ich angefangen habe mit der Probenäherei, da waren wir vielleicht 500 Mädels, wenn überhaupt. Noch weniger, die regelmäßig auf Facebook gebloggt haben. Heute sind wir tausende und viele machen die gleichen Sachen im gleichen Stil. Wer gesehen werden will muss sich abheben von der Masse. Das war früher viel einfacher. Ein paar ansprechende Bilder, ein hübsch kombiniertes und sauber gearbeitetes Nähstück, und man hat viele nette Reaktionen bekommen. Heute wird man von Genähtem und Bildern vor Büschen geradezu überschwemmt. Wenn du also nicht nur als Übersicht für dich und um deine Freunde nicht zu nerven eine Seite betreibst, wenn du wirklich gesehen werden willst, überleg dir was dich einzigartig macht. Bei manchen sind es die Geschichten dahinter, siehe Ladi Romi, oder auch Frau Muscheids Nähstunde. Bei manchen die absolut genialen Bilder, wie zum Beispiel bei Petite Mamsell, bei manchen ist es technische Perfektion, wie zum Beispiel bei Mrs. Little Things oder E.M. arts. Manche Seiten besuche ich gerne, weil ich dort einmal andere Schnittmuster zu sehen bekomme als sonst. Zum Beispiel Miss Elbneedle. Und dann gibt es noch die Seiten, die über Jahre hinweg nichts liefern außer perfekt stimmige Nähwerke mit tollen Stoffen, tollen Bildern und einer unaufgeregten Natürlichkeit. Zum Beispiel WalliBa. Das ist jetzt eine absolut unvollständige Liste MEINER Lieblingsseiten. Bestimmt fallen euch noch viele andere Blogs ein. Aber sie alle haben es, meiner Meinung nach, richtig gemacht. Dort geht es in erster Linie ums Nähen, mit der gewissen individuellen Note.

Titel

Ich selbst bin für mich auch noch in der Findungsphase. So ganz gelingt es mir noch nicht, mich super deutlich abzuheben. Aber ein paar Dingen möchte ich treu bleiben. Erstens: klitzeglück ist eine Nähseite. Keine Gartenseite und keine Seite, auf der man anatomische Details oder (unbekleidete) sekundäre Geschlechtsorgane zu sehen bekommt. Das ist und bleibt meinem Mann vorbehalten.
Zweitens: Ich bin definitiv keine Spaßbremse. Wer mich auch nur ein bisschen kennt, der kann das bestätigen. Humor ist mir sehr wichtig. Aber ich bin auch kein Comedian. Ab und an hab ich für euch einen lustigen Schwank, aber ich bin nicht Mario Barth.
Drittens: Wie oben erwähnt, kleine Blicke hinter die Kulissen mag ich sehr gerne. Auch bei mir wird manchmal aus dem Nähkästchen geplaudert. Im wahrsten Wortsinn. Aber meine Familie hat kein Interesse daran das Zugpferd für meine Nähseite zu sein. Und wir sind auch nicht so spannend wie die Kardashians.

Mich würde wirklich interessieren, was euch an einer Seite wichtig ist. Und speziell, was hat euch zu meiner Seite geführt und warum seid ihr gerne Follower (oder findet mich total doof). Nein, das sollte kein Reichweitenkick werden. Es interessiert mich einfach. Ich möchte verstehen, was Leute dazu bewegt auf bestimmten Seiten aktiver zu sein als auf anderen. Was macht ihr selbst, um gesehen zu werden?

Ich bin gespannt,

 

eure Klaudia

Schnittmuster: Hanna von Himmelblau.

Stoff: Art Gallery

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18 Gedanken zu “Ich sehe was, was du nicht siehst – Die Crux mit der Reichweite

  1. Ich lese gern bei dir, weil es einfach Spass macht. Und weil du kein Blatt vor den Mund nimmst. Weil es ums Nähen geht, aber auch nicht. Ich gebe zu, ich stöbere nicht den ganzen Tag auf Blogs und hinterlasse auch nicht ständig ein „Oooooohhh, wie schööööön!“. Einen Kommentar von mir muss man sich verdienen.
    Genähtes sieht man mittlerweile im Überfluss und es wird vor allem für jedes Pipifaxteil ein Post geschrieben. Meine Meinung dazu schreibe ich gerade in meinem aktuellen Beitrag, aber der ist noch nicht fertig. Ich feile noch an meiner Ausdrucksweise, damit nicht gleich alle beleidigt sind.
    Da mich dieses Präsentiererei ohne Inhalt nervt, hab ich ja Somachichdas gegründet. Ich möchte eine Story zum Genähten. Wenn auch nicht gerade eine Ode ans Stillen oder Gejammer über den Job. Höchstens am Rande.
    Und was meine Reichweite angeht, das ist mir wirklich schnuppe. Meine Statistiken schau ich nur gelegentlich an, wenn ich zum Beispiel gefragt werde. Klar teile ich meine Beiträge auch, aber nur, weil ich was damit erreichen will.
    Die Statistiken meiner Homepage für die Cover kann ich gar nicht einsehen, da müsste ich 60 Euro im Jahr bezahlen. Für was?
    Ich freu mich über jeden Kommentar, jede Mail (na gut, nicht alle…), jeden Gästebucheintrag. Manchmal ist mir das sogar peinlich, wenn sich jemand bedankt. Ich bin doch einfach nur ne Hobbynäherin, die gerne schreibt.
    Immerhin kann ich irgendwann mal meine Follower zählen und sagen „Die hab ich alle ohne irgendwelche Hilfmittel zusammenbekommen“.
    Dann, wenn ich nämlich die Schnauze voll habe und alle meine Kanäle schließe. Ich weiß, der Tag wird kommen. Dann sitze ich nur noch in meinem Zimmer und nähe.
    Bis dahin ist es mir egal, wie weit meine Beiträge kommen.

    Liebe Grüße
    Tanja

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Tanja,

      Vielen Dank für dein Feedback! Die Idee mit ‚So mach ich das‘ finde ich spitze. In der ‚richtigen‘ Bloggerszene kenne ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich aus. Mein Hauptkanal ist Facebook und alles was dort den Rahmen sprengt wird hier deponiert. Aber was mir auch schon aufgefallen ist, ist dass in vielen Blogbeiträgen wirklich nur Bilder und zwei Sätze zu Schnitt und Stoff zu finden sind. Das ist total schade finde ich. Dafür ist meiner Meinung nach Insta der Kanal. Blogs leben doch von Geschichten. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass du noch lange aktiv bleibst. Ich lese nämlich gerne bei dir.

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  2. Liebe Klaudia,
    ich finde du hast sehr gute Worte gefunden! Natürlich schaue ich als Bloggerin auch gerne auf meine Reichweite und freue mich wie ein Kleinkind, wenn (für mich) viele meine Seite lesen, aber ist es das warum ich das mache? Nein! Mir macht es Spaß meine genähten Sachen zu zeigen und Ideen und Inspiration zu geben. Auch ich befinde mich nach 4 Jahren immer noch oder immer wieder in der Findungsphase. Zur Zeit schreibe ich mehr, wie ich was gemacht habe, aber auch das persönliche muss vorkommen. Ich versuche mich von egal welchem Hipe nicht anstecken zu lassen und ihn einfach zu ignorieren und weiterzumachen.
    Warum ich deine Seite lese? Mir gefällt was du machst, so wie du es machst. Deswegen, weiter so!
    Viele Grüße

    Maren

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    1. Liebe Maren,

      Vielen Dank für dein Feedback. Das freut mich sehr. Ich muss ehrlich sagen, dass ich hier auf dem Blog gar nicht weiß wo ich meine Reichweite einsehen kann. 😂 Ich und Technik, das passt nicht so gut zusammen. Ich freue mich immer, wenn ein paar Leutchen lesen kommen und nehme mir jedes Mal vor, selbst viel mehr Zeit auf Blogs zu verbringen. Gerade die Beiträge, in denen erklärt wird wie etwas gemacht wird, finde ich oft sehr erfrischend zu lesen zwischen dem ganzen (Seelen-) Striptease, der sich auf Facebook manchmal so abspielt. Ich wäre einfach dafür, dass es wieder mehr ums Handwerk geht – oder zumindest ums Produkt. Mal sehen, wo der Trend hingeht.

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  3. Hallo Klaudia-:) sehr schön und allumfassend geschriebener Block und ich danke dir Mega für deine Komplimente!!!
    Zuerst einmal möchte ich dir sagen, warum ich dir folge: du hast einen tollen, ansprechenden Näh- und Präsentierstil! Ich mag deine Sachen total gerne und erfreue mich an deinen Posts. Sie sind prägnant und auf den Punkt – nicht zu viel und nicht zu wenig. Mit den anderen angesprochenen Seiten geb ich dir zu 1000% recht! Ich liebe diese Seiten, weil sie so sind, wie sie sind!!! Eine Mrs. Little Things die als Plaudertasche auftritt? Unvorstellbar!
    Und es ist genau das was du sagst: bitte bitte seid ihr selbst! Versucht nicht irgendwelchen „Trends“ hinterherzujagen, nur weil sie vielleicht bei dem ein oder anderen funktionieren. Es funktioniert nur, wenn man es aus ganzem Herzen macht und voll dahintersteht – und nicht um die Reichweite anzukurbeln oder die Like-Zahl zu erhöhen – mir gehen die zB auch völlig am (nicht vorzeigbaren) Allerwertesten vorbei! Was sind schon Zahlen….
    Meine Seite ist mein Baby…mein Tagebuch, mein Ausbruch aus dem Alltagssumpf, meine Abrechnung mit dem Schicksal und mein Ventil. Bei uns ist es tatsächlich chaotischer als in anderen Familien aber das hab ich mir nicht ausgesucht – und warum das ganze nicht mit Humor sehen – das bin ich. Wir haben schon sehr viel durch und noch sehr viel vor uns – mit Humor und ner Portion Ironie lässt sich alles doch viel leichter ertragen-:) und wenn ich die Menschen erreiche und sie MIT MIR lachen können…besser geht’s doch nicht-:) oder über mich…es sei ihnen gegönnt😏😏😏
    In diesem Sinne: seid ihr selbst!!! Das is das beste was ihr werden könnt!!!

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    1. Liebe Diana,

      Recht hast du. Wie sagte schon Ringelnatz: Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt.
      Ich finde grundsätzlich die meisten Sachen toll, die authentisch sind. Da bin ich echt leicht zu begeistern. Nur wenn ich dann sehe, wie gute Ideen sich tot laufen, weil sie unzählige Male schlecht kopiert werden, dann mach ich ‚allumfassend‘, wie du so schön sagst, mal wieder Tabula Rasa. Dann geht’s wieder ne Weile. 😂
      Danke für deinen Kommentar und die Lacher, die du mir im Alltag immer wieder bescherst.

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  4. Liebe Klaudia 😊 du siehst wunderschön aus in deiner Hanna und du hast das ganz wunderbar in Worte gefasst 😊 ich muss gestehen, das ist auch mal einen Reichweiten mimimi Post veröffentlicht habe. Das war zu einer Zeit wo ich noch keinen richtigen Stil hatte, sehr unsicher war mit dem was ich genäht habe. Zudem hatten sich zu der Zeit alle meine Nähfreundinnen weiterentwickelt und ich trat irgendwie auf der Stelle. Da habe ich dann auch sowas gepostet 🙈 im Nachhinein habe ich solche Posts auf jeder zweiten Seite gesehen auf Großen und und kleinen. Und das empfand ich, wie du schon geschrieben hast, als sehr nervig. Und dann habe ich mich für meinen post geschämt. Aber was Solls. Er war geschrieben und veröffentlicht und ich versuchte es anschließend lockerer zu sehen. Es ist auch so das ich mich über jeden Kommentar und jedes like wahnsinnig freue. Aber letztlich nähen wir ja für uns und uns soll es gefallen. Es ist echt nicht immer leicht es so zu sehen aber es wird besser 😂😂😂 die Dinge die du aufgezählt hast empfinde ich als genauso anstrengend und nervig. Mir gingen ganz extrem allerdings diese Bademodebeiträge auf die Nerven. Also nicht alle. Die gut dargestellten und die mit guter Story habe ich gerne verfolgt. Aber die, die sich mit ihrem „nicht perfekten Body“ halb nackt präsentieren und genau das zu Story machen. Ich bin nicht perfekt, ich habe dicke Schenkel … aaaaber ich stehe dazu.den ersten Post fand ich noch gut und ehrlich. Ich weiß gar nicht mehr wer das war, ist auch egal. Aber weil dieser Beitrag so Mega gut ankam, haben alle anderen das auch gemacht. Und das hat mich einfach genervt. 🤔 das war nicht echt. Und ich liebe echte Menschen und echte Seiten. 😊 ich habe inzwischen meinen Stil gefunden denke ich. Mein Blog ist eine Mischung aus Blabla und genähtem. Denn irgendwo muss mein Blabla ja hin. So gehe ich meinem Mann nicht auf den Kecks 😂😂😂 entweder mag man mich oder nicht.ist mir inzwischen Wurscht. Ich mach mein Ding 😜😂😂

    Dir folge ich schon seit ich angefangen habe zu nähen vor zwei Jahren. Ich mag deinen Stil, deine Art zu schreiben und deine Ehrlichkeit.

    Und ich weiß noch wie gestern, wie toll ich es fand als du mir beim Probenähen für die Große Vani Tipps bzgl. Meiner Bilder ergeben hast. Das hat mir unheimlich geholfen und ich fand es einfach klasse, das jemand von einer so bekannten Seite, mir kleinem Pimpf geholfen hat 😊 alleine deswegen, hast du bei mir immer einen besonderen Stellenwert 💕 vielen Dank nochmal dafür 😘 du hast allerdings auch recht damit, das viele Blogs sich in eine Richtung entwickeln, die ich nicht mag. Mir wird teilweise so viel „Blödsinn“ auf der Chronik angezeigt, das ich angefangen habe meine Seiten aufzuräumen . Mit erschrecken musste ich feststellen, das ich über 3000 Seiten folge 😱🙈🙈 dadurch werden mir ganz viele Seiten die ich super gerne mag, nicht mehr angezeigt 😔 deswegen habe ich mir vorgenommen aufzuräumen. Da habe ich ein paar Tage zu tun 🙈😂😂 mach weiter so, . Ich liebe deinen Stil 💕 lg Inga

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    1. Liebe Inga,

      Jaaaa, die Bilder! Ich erinnere mich. Und heute machst du bessere Fotos als ich. Lach! Ich finde es total toll, wie sehr du dich entwickelt hast und deine Beiträge lese ich auch gerne.
      Was du da ansprichst mit der Bademode, da ging es bei mir los mit dem Gefühl veräppelt zu werden. Da sah man Frauen mit wirklich makellosen Körpern, die in den Gruppen gepostet haben ‚Nicht perfekt, aber …‘
      Und dann eben hunderte Kommentare dazu. Das war ziemlich zeitgleich mit der Filmpremiere von Embrace. Da fand ich viele Posts sehr aufgesetzt und hab mich darüber geärgert, eben weil ich das Thema wirklich wichtig finde und es doof finde, wenn man damit lediglich Marketing für sich selbst betreibt.
      Ich danke dir für deine Gedanken zum Thema. Hat jetzt leider ein bisschen gedauert mit der Antwort. *hüstel*

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  5. Liebe Klaudia,

    warum ich deine Beiträge gerne lese? Einfach weil du authentisch bist und einfach das machst, was dir Spaß macht. Und das merkt man einfach beim Lesen. Dabei bist du durch und durch ehrlich, aber nicht auf eine Art, die beleidigend oder ähnliches ist. Sondern einfach nur ehrlich. Du schreibst, was du denkst. Das finde ich toll, einfach, weil ich selbst auch so ticke.
    Ich bin noch nicht lange beim Bloggen dabei. Daher freut es mich natürlich, wenn ich sehe, dass die Anzahl der gelesenene Beiträge so nach und nach ansteigt. Aber das ist nicht mein Hauptziel, warum ich das Bloggen begonnen habe. Ich blogge, weil ich mit dieser Art meine liebsten Komponenten zusammen bringen kann. Das Schreiben, das Nähen und die Fotografie (wobei alles natürlich noch ausbau fähig ist, aber man lernt ja mit der Zeit dazu). Daher geht es in meinem Blog hauptsächlich um´s Nähen. Aber auch dient es für mich als „Tagebuch“. Das Festhalten, wie die Nähprojekte entstanden sind und welche Erfahrungen ich aus meinen Fehlern ziehe. Und ich habe noch ein kleines Format, welches wirklich kurz meinen Moment der Woche widerspiegelt. Einfach kurz und knapp, welche eine Sache kurz und knapp mich in dieser Woche beschäftigt hat. Das dient auch einfach für mich. Ich freue mich, anhand der Beiträge mich an diesen Moment zurück zu erinnern.

    Liebste Grüße, Inka

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    1. Liebe Inka,

      Solche Blogs mag ich super gerne. Man sieht die Entwicklung, kann nachschauen wie dies und jenes nochmal funktioniert hat oder was wo vielleicht auch mal schief gegangen ist. Ich selbst schau mir auch manchmal meine ersten Bilder an und dann freut man sich über eine sichtbare Entwicklung oder denkt vielleicht ’stimmt, der Schnitt steht mir eigentlich ganz gut, könnte ich mal wieder nähen‘. Darauf sollte man sich viel öfter besinnen. Das ist nämlich mindestens genauso wichtig wie viele Leser. Danke für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  6. Oh danke du Goldstück!

    Ich schaue mir deine Nähwerke auch total gerne an….ich mag es eher bedeckt und sporty/schick statt naggisch! 😉
    Schei.. auf die Reichweite….solange der Spaß an der Sache noch da ist! :-*

    Viele Grüße
    die Elbneedle

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  7. Hallo,
    in vielerlei Hinsicht hast du recht, finde ich, ein Blog oder eine Nähseite sollten bei ihrem Thema bleiben, oder eben eine allgemeine Seite rund um mehrere Themen sein. Wenn man normalerweise kocht, näht und Gemüse anbaut, dann passt es nicht wenn es plötzlich nur um Autos geht, und erweckt bei mir auch den Anschein, dass da evtl jemand einen unpassenden Beitrag nur für ein Sponsoring verfasst.
    „Mimimi ich soll bezahlen damit ich gesehen werde“- Beiträge nerven mich auch unendlich. Wenn ich woanders Werbung haben möchte, muss ich schließlich auch bezahlen oder ich geh halt Klinken putzen.

    Beim Thema Bodyshaming sehe ich aber einen engen Zusammenhang zum Nähen, zumindest bei denen, die Kleidung nähen. Es lässt sich nicht verleugnen, dass das, gerade auf Facebook, und dort besonders in Gruppen, an der Tagesordnung ist. Da sehe ich Beiträge zu diesem Thema nicht als Bauernfängerrei, sondern als Notwendigkeit, damit ein Bewusstsein dafür entsteht, dass die momentane Kommentarkultur einfach nicht ok ist. Vielleicht ist „Bodyshaming“-als Begriff dabei inzwischen auch einfach ausgereizt, und gibt dem ganzen deshalb einen faden Beigeschmack, aber ich glaube jede Frau hat schon Erfahrungen mit Urteilen über ihren Körper gemacht- die eine steckts vielleicht auch besser weg als die Andere, aber Ok ist es niemals. Ich finde, diese Attacken auf das Äußere und den Stil anderer Menschen haben genauso wenig in einer Nähgruppe verloren wie die selbstgezogene Paprika.

    Was man aber letztlich allen Bloggern, auch denen, bei denen der primäre Kanal Facebook ist, zugestehen muss, ist, dass sich Interessen verändern. Vielleicht wird eine Seite, die im letzten jahr noch ums Nähen ging im kommenden Jahr eine Seite für Gartenbau sein. Vielleicht sieht die „Bloggerin“ sich selbst auch garnicht als Nähbloggerin, sondern allgemein im Bereich Do it yourself und hat immer mal wieder andere Schwerpunkte. Es ist für die meisten in diesem Bereich kein Job, sondern ein Hobby, und wenn man da mal etwas neues ausprobiert, würde ich das nicht unbedingt der Reichweitenproblematik zuschreiben.

    Ich versuche meinen Blog ja nach und nach weiter zu professionalisieren, und entsprechend lese ich viel darüber, was fürs Bloggen wichtig ist, was man tun kann um mehr und auch regelmäßige Leser zu gewinnen, und wie man sich dabei dennoch treu bleiben kann. Tatsächlich ist eine häufige Empfehlung unterschiedliche Stile und Themen als eine Art Testballon zu nutzen um zu gucken wie die Leute reagieren. Daher finde ich es auch erstmal nicht schlimm, wenn die Leute andere Dinge zeigen als nur ihr genähtes. Solang man eben nicht das Gefühl bekommt sie kopieren jemanden. Wenn man keine Leser hat, braucht man keinen Blog- oder nur einen privaten, den niemand lesen kann. Der Leser ist nunmal elementarer Teil des Bloggens. Wenn man schreibt, was den Leser interessiert und entsprechend feedback bekommt, ist also eigentlich alles Ok. Machen Magazine und Zeitschriften ja auch nicht anders…

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    1. Liebe Lisa,

      Vielen Dank für deinen Beitrag! An dich musste ich während des Schreibens denken und habe noch gehofft, dass nicht ausgerechnet du dich angesprochen fühlst. Deinen Beitrag mit #zeiggröße fand ich sehr authentisch und sympathisch. Da habe ich gerne gelesen und kommentiert.
      Das was du sagst mit dem Austesten kann ich nur bedingt unterschreiben. Vieles, was mir so auf meiner Timeline begegnet, ist einfach nur albern und inhaltslos. So ein Content hätte in einer Zeitschrift bestimmt keinen Platz gefunden. Fluch und Segen der sozialen Medien – jeder kann sofort unter die Leute werfen was er meint. Keiner liest gegen. Was mich einfach ein bisschen stört ist, dass a) interessante Inhalte untergehen, weil jeder nur noch Gemüse und seine Grimasse postet und diese Posts viel mehr Resonanz bekommen als wirklich gut genähte Sachen. Und dass b) viele Ideen, die ursprünglich mal witzig und neu waren, einfach so kopiert werden. Egal, ob es zur Person oder zur Seite passt und authentisch ist. Hauptsache gesehen werden. Je alberner, desto besser. Ich finde ein bisschen Farbe und Esprit gehört in die Kreativszene, aber das Wesentliche sollte dabei nicht verloren gehen.

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  8. Liebe Klaudia, ich habe Deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen. Wir sind uns bei ein paar Probenähen über den Weg gelaufen und so bin ich auf Deine Seite aufmerksam geworden. Auch ich mache mir derzeit viele Gedanken über das Bloggen auf meinem Blog, Facebook und Instagram. Bin letztens in eine neue FB-Gruppe eingeladen worden (so wie Du). Dort haben sich sehr viele mega crazy vorgestellt, – ein wenig nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ gepaart mit „ich bin megacrazy“. Ich will es den Leuten glauben, aber ich frage mich, wenn so viele supercrazy sind, wo sind sie im echten Leben? Ich für mich musste mir die Frage stellen „will ich mich da einreihen?“ Ich habe mich dagegen entschieden und mich so dargestellt, wie ich mich im Internet darstellen möchte. Relativ leise und (hoffentlich) intelligent. Dafür habe ich ein paar Likes bekommen, – aber bei weitem nicht so viele, wie die, die sich superlaut und crazy bezeichnet haben… mmmhhh. Aber ich kann damit gut leben, denn es war meine Entscheidung, weil ich separiere, wer ich in der Öffentlichkeit des Internets bin und wer ich im Leben 1.0 bin.
    Ich denke, diese Entscheidung trifft jeder für sich und wir werden sehen, ob der Trend, sich zu „entblößen bleibt, oder eben wieder abebbt.
    Das waren jetzt meine Gedanken dazu. Ich wünsche Dir weiter viel Spaß an der Sache und Erfolg. Alles Liebe, Jana

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    1. Liebe Jana,

      Vielen Dank für deine Gedanken. Ich würde dir wahrscheinlich laut und crazy gar nicht abnehmen. 🙂 Bei dir bin ich tatsächlich gerne wegen deiner Nähwerke und der tollen Bilder. Ich finde deine Sachen immer sehr elegant und ‚erwachsen‘ – da arbeite ich ja noch dran. Schade eigentlich, dass solche Werke gerne mal untergehen, weil Spaßbeiträge sie verdrängen… Aber schlussendlich nähen wir ja für uns.

      Liebe Grüße,
      Klaudia

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  9. Hach je Nähblogs und Facebook und die Reichweite, ich bin zwar erst ein 3/4 Jahr mit unseren Blog dabei (wir sind zu dritt), und ich sage mal noch nicht so tief in der Szene. Aber manchmal denke ich mir nur ernsthaft. Das Bloggen soll ja Spass machen und ist eigentlich so rein theoretisch ein Nebenprodukt der Näherei, weil man gerne einen grösseren Kreis seine Sachen präsentiert. Und wenn dann ein ich bin beleidigt und hasse die Welt kommt, kann ich nur seufzen, es war eure entscheidung auch der ganzen Welt zu präsentieren, sodass es jeder sehen und beurteilen kann. Und nicht nur Freunde und Leute denen man auf der Strasse begnet.

    Und was mich so wie dich auch ungemein stört: Essen auf Nähblogs. Schön wenn Ihr gerne auch backt kocht was auch immer, aber ich komme auf deinen NÄHblog weil ich was zum Thema nähen sehen möchte und nicht irgendwelche niedlichen veganen Kekse. Da muss ein Blog wirklich guten Nähinhalt bringen, dass ich das andere hinnehme. (Ich musste meine Schwester auch ganz am Anfang davon abhalten, das Blogposts über Essen bei uns gibt).

    Und wenn es dann zu persönlich wird, das muss ich auch nicht unbedingt haben. Ein bisschen drumherum und unterhaltsame Anekdotem finde ich total in Ordnung, aber das ganze Lebendrama? Hat man da nicht Freunde und Familie oder ersetzt man diese schon durch Internetcommunity.

    Was mich aber so im allgemeinen auf einen Nählog führt sind gute Texte (und zwar mehr als habe ich genäht und fertig, ich lese einfach gerne) und Fotos auf denen man auch die Chanche hat was zu sehen. Und Abwechslung, klar wenn jemand Vintage näht, gibt es einen bestimment Stil, aber das 10 Teil von ein und denselben Schnitt interessiert keinen. Kann man ja zu einen Post zusammenführen um die Wandelbarkeit des Schnittes zu zeigen.

    lg Sabine

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  10. Hallo Klaudia,

    jetzt hatte ich schon ganz viel geschrieben und habe es doch wieder gelöscht. 😉
    Habe deine Seite heute entdeckt. Gefällt mir, weitermachen bitte. 🙂

    Liebe Grüße,
    Kathy

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